Der Spielmacher

Wie verhalten sich 6 - 10 jährige?

Von Prof. Dr. Phil. Dr. h. c. Manfred Grosser, Technische Universität München

Mit dem Schuleintritt beginnt ein gewisser Ablösungsprozess vom Elternhaus mit einer gleichzeitigen Hinwendung zu Gleichaltrigen. Schule und Sportvereine gewinnen allmählich immer mehr an Bedeutung.
Die Kinder bekommen allmählich eine realistischere Weltanschauung, und es zeigt sich eine ausgeprägte Lebendigkeit, eine Mobilität und ein Drang nach Bewegung und Spiel.
Sie zeigen eine freudige Bereitschaft für sportliche Aufgaben und steigern allmählich ihre Konzentrationsfähigkeit und ihr Leistungsstreben.
Allmählich verändern sich ihre Körperformen; sie entwickeln sich vom Kleinkind zum Schulkind. Dies erkennt man an den länger werdenden Armen und Beinen und insgesamt am Längenwachstum.
Bedeutend ist, dass sich Gehirn und Zentralnervensystem (sie sind die Basis für Koordination und Schnelligkeit) bis zu 90/95% entwickeln.

Schnelle Zunahme der körperlichsportlichen Lernfähigkeit, insbesondere schnelle Fortschritte im koordinativen Bereich, d.h.

  • in der Bewegungsschnelligkeit,
  • in der Kombinationsfähigkeit von Spielaktionen
  • und im Bewegungsrhythmus.

Auch Fortschritte in der Ausdauerfahrigkeit.
Also insgesamt von Natur aus günstige Bedingungen für eine grundlegende Basis und allgemeine Gewandtheitsschulung, - sowie für die Einführung fußballspezifischer Techniken.

Jedoch: Unbefriedigend ist die Entwicklung der Muskulatur im Rumpf- (Bauch/Rücken) und Schulter-Armbereich.

Im Ende dieser Phase mit ca. 9-10 Jahren haben Kinder einen gewissen Höhepunkt in der motorischen Entwicklung erreicht.

Das bedeutet:
Es ist nun ein erstes ideales Alter für sportliche Bewegungen erreicht.


Schnelle Rolle vorwärts mit sofortigem Strecksprung mit halber und auch ganzer Drehung um die Längsachse - einmal Drehung rechts, einmal links herum